Hole in One!

Hole-in-One für Rolf Speidel vom Golfclub Hechingen

Rolf Speidel vom Golfclub Hechingen gelang am Donnerstag beim Ligaspiel der AK65-Herren ein Hole-in-One. Der seltene Glücksschlag ereignete sich während des Wettspiels der 2. Liga im Golfclub Donau-Riss bei Ehingen. Aus einer Entfernung von 147 Metern schlug Speidel den Ball am 17. Loch direkt vom Abschlag ins Loch.

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass einem Amateurgolfer ein Hole-in-One – auch „Ass“ genannt – gelingt, liegt statistisch bei etwa 1 zu 12.500 pro Abschlag auf einem Par-3-Loch. Da ein typischer 18-Loch-Golfplatz meist über vier Par-3-Bahnen verfügt, entspricht dies ungefähr einer Chance von 1 zu 3.125 pro Golfrunde. Ein durchschnittlicher Golfer müsste somit theoretisch ein Leben lang spielen, um einen solchen Schlag einmal zu erleben. Rolf Speidel gelang dies nun in seinem 34. Jahr als Golfer.

 

Die Entstehungsgeschichte dieses Hole-in-One war allerdings ausgesprochen kurios. Vor Turnierbeginn hatte Rolf Speidel im Golfshop einen besonderen Golfball in seiner Lieblingsfarbe Grün gekauft. Der Verkäuferin erklärte er, er werde versuchen, diesen Ball sicher durch die gesamte Runde zu bringen.

 

Als Speidel jedoch an der 17. Spielbahn ankam, befürchtete er, dass sein schöner neuer Ball in einem der Teiche vor oder hinter dem Grün verschwinden könnte. Deshalb teilte er seinen Mitspielern mit, dass er an diesem Loch lieber einen anderen Ball spielen werde, dessen Verlust ihm nicht allzu sehr wehtun würde.

 

So konnte er völlig unbeschwert mit seinem Heavenwood, das ungefähr einem Holz 6 entspricht, abschlagen. Wegen des hohen Schilfs war allerdings nicht zu erkennen, wo der Ball gelandet war. Nachdem die Spieler ihn rund um das Grün vergeblich gesucht hatten, schauten sie schließlich ins Loch – und dort lag er tatsächlich.

 

Nun erhalten beide Bälle einen Ehrenplatz im Regal: der Hole-in-One-Ball und der unversehrt gebliebene grüne Lieblingsball.

 

Im Golfclub Donau-Riss erinnert eine Ehrentafel an alle dort erzielten Hole-in-Ones. Auf dieser Tafel wird künftig auch der Name von Rolf Speidel verewigt sein.